#drinkchenin – Celebrate Chenin Blanc

DrinkChenin Day – eine internationale Welle der Begeisterung für diese Rebsorte

Am 17. Juni feiert die internationale Weincommunity den #DrinkChenin Day. Es gibt zahlreiche Restaurants, Sommeliers, Weinfachhändler, Weinfans und Winzer, die sich auf allen möglichen Kanälen einklinken und Chenin Blanc feiern.

Die Idee für den #DrinkChenin Day hatte Pascaline Lepeltier, Sommelier und Beverage Direktor des Rouge Tomate Restaurants, in New York. Lepeltier ist in den Weinkreisen New Yorks bekannt für ihre tief verwurzelte Liebe zu Chenin Blanc – schließlich ist sie gebürtig im Loire Valley – dem historischen Mekka des Chenin Blancs.

Die Chenin-Fans – vom Winzer bis zum Weinfreund – sind eingeladen am Samstag, den 17. Juni ihre Begeisterung für Chenin Blancs zu feiern und mit der Weltöffentlichkeit zu teilen. Entweder im Rahmen von Events, privaten Genussmomenten oder einfach nur mittels Postings auf den digitalen Kanälen. Mit dem Hashtag und Motto: #drinkchenin vereint sich die globale Community – und erhebt gemeinsam das Glas. Wer mag kann das Logo  runter laden und dann lizenzfrei nutzen, und bei seinen genussvollen Aktivitäten einbinden.

 

#DrinkChenin International: #DrinkChenin International

Chenin Blanc Association: #DrinkChenin Südafrika Informationen

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Rezepte: Leckere Chenin Blanc Rezepte gibt es hier zum Download: Enjoy Chenin with food

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Chenin Blanc – der weiße Weinkönig des Kaps

Die Historie von Chenin Blanc reicht bis in das 9. Jahrhundert in die französische Anjou Region zurück. Die weiße Traube wurde damals Chenere genannt. Erst mit dem Export des Anbaus in die Touraine Region im Loire Valley wurde diese Rebsorte in Chenin Blanc umbenannt.

Der Anbau des Chenin Blanc in der Kapregion begann bereits vor mehr als 350 Jahren. In 1655 initiierte Jan van Riebeeck, Begründer der Kapkolonie und Kommandant der Niederländischen Ostindien-Kompanie, den Weinbau an der Südspitze Afrikas. Der ehemalige Schiffsarzt soll laut historischer Aufzeichnungen folgende Rebsorten im Handgepäck als er dort eine Versorgungsstation für die Seefahrer und Handelsreisenden einrichten sollte:  Groendruif (Semillon), Fransdruif und Steen. Über die Bezeichnung Steen gibt es einige Spekulationen, wie z. B. eine Notiz von Gouverneur Simon van der Stell, in der er den Weingeschmack der sogenannten Steen-Trauben, mit dem Stil der deutschen Stein-Weine (Weinbergslage in Franken) verglichen haben soll. Ampelographische Nachforschungen konnten jedoch belegen, dass es sich sowohl bei Fransdruif und bei Steen eigentlich um Chenin Blanc gehandelt haben musste.

Bis in die erste Hälfte des 20 Jahrhunderts wurde in Südafrika Chenin Blanc vor allem für die Erzeugung von Brandy verwendet. Bereits in den 1960er Jahren machte er  als Cuvéepartner mit Clariette Blanche als erster internationaler Markenwein Furore: Der halbtrockene Lieberstein avancierte als weltweit meistverkauftester Markenwein. An der oberen Spitze der Qualitätspyramide profilierte sich Chenin Blanc als Nederburg Edelkeur – ein Noble Late Harvest. Der Wein brachte es zu einem  enormen internationalen Renommée und bewies damit, welche Qualitätsspektrum diese Traubensorte – auch in der Kapregion – erreichen kann.

Nach dem politischen Umschwung ab 1994, stieg die Zahl der Winzer, die sich um diese Rebsorte bemühten. Gemeinschaftlich begründeten sie die Chenin Blanc Association, ein Forum des Austauschs und zuständig für gemeinsames Marketing. Heute begeistert die Rebsorte mit einem beachtlichen Spektrum – von einfachen Alltagsweinen, gehobenen Speisebegleitern und Spezialitäten aus z. B.  Old Vines oder von hochreifen Traubensorten. Mit seiner Stellung als beliebter Cuvéepartner – von Markenweinen bis zu Spitzengewächsen – ist Chenin Blanc nachwievor eine der wichtigsten Rebsorten in der Kapregion. Mit einer Ertragsrebfläche von 18.000 Hektar (10 % der gesamten Rebfläche) ist Südafrika heute das weltweit größte Erzeugerland von Chenin Blanc.

Text: Petra Mayer

#DrinkChenin – was schmeckt wozu

Das geschmackliche Profil eines Chenin Blancs ist geprägt von feinen Apfel und Birnennoten, begleitet von einer feinen Säure und einer sanften, wenig aufdringlichen Aromatik. Doch „den“ Chenin Blanc gibt es in Südafrika einfach nicht. Das besondere ist mal wieder die viel gepriesene „Vielfalt“, die es dem Verbraucher nicht ganz einfach macht. Dennoch lassen sich die Weine in „Typen“ einteilen von jung und spritzig bis hin zu gehaltvoll mild.

Woher rühren denn nun diese großen Unterschiede? Beim Chenin Blanc sind es vor allem die Ertragsmengen bzw. die Wüchsigkeit der Reben, die sich sehr stark auf die Qualität bzw. das Geschmacksprofil auswirken. Eine Reduktion der Erträge pro Rebe belohnt den Winzer unmittelbar mit einer höheren Qualität. Was wiederum bedingt, dass er seine Weine auch teurer verkaufen kann, um das wirtschaftliche Defizit aufgrund der geringeren Verkaufsenge wieder auszugleichen. Was eigentlich auch kein Problem sein sollte, der Konsument bekommt ja dafür auch mehr Geschmack im Glas.

Geschmacksrichtungen

Trocken: Wenn die Trauben bzw. der junge Most vollständig durchgegoren wird, präsentiert sich Chenin als schlanker, feiner Wein, der von einer mäßigen Säure geprägt ist. Die Duftnoten in der Nase erinnern an frische Äpfel, Birnen, Quitte, Ingwer und/oder Kamille.

Halbtrocken: Werden die Chenin Blanc mit etwas Restsüße bzw. milder aufgrund von längerer Reifung auf der Hefe ausgebaut, dann riecht man eher reifere Birnen, gelbe Äpfel, Jasmine, Passionsfrucht oder Honigwaben.

Süß: Liebliche bis süße Chenin Blanc Weine sind werden in Südafrika eher selten angeboten. Es sei denn im Premiumsegment als hochwertige „Noble Late Harvest“ (Beeren- bzw. Trockenbeerenauslesen). Hier findet Noten von Datteln, getoasteten Mandeln, Mango, Ingwer, Mandarinen und Orangen.

Anspruchsvolle, d. h. mittelkräftige Chenin Blanc Weine werden in Südafrika auch gerne im Barriquefass ausgebaut. Hierbei variiert die geschmackliche Ausprägung der Holzaromatik je nach Philosophie der Weinmacher. Farblich sind dies Weine etwas intensiver und präsentieren sich insgesamt etwas runder und fetter, aber durchaus mit einer gewissen Frische. Diese Weine können durchaus auch für einige Jahre reifen und sind ausgesprochene „Food-Weine“, die sehr gut mit kräftiger gewürzten bzw. cremigen Speisen und Käsesorten harmonieren.

Wein und Speiseempfehlungen

Dank seiner feinen Fruchtigkeit und eher süßlich milden Aromatik eignet sich Chenin Blanc gut zu Speisen, die sowohl etwas Süße als auch mit Säure aufwarten. Vereinfacht kann man auch sagen: Je kräftiger das Essen, desto gehaltvoller darf auch der Chenin Blanc sein. Die im folgenden aufgeführten Hinweise sind bitte nur als Inspiration gedacht. Denn schlussendlich ist es immer das persönliche Gusto, was entscheidet was einem schmeckt und was nicht.

Jung, frisch und spritzig

Erfrischend fruchtigen, säurebetonten Chenin Blanc Weine passen vor allem zu frischen Fischgerichten, inklusive Krebs, Krabben und Austern. Auch zu Thunfisch- oder Lachstartar, geräuchertem Lachs, Forellen oder ganz schlicht zu Fisch und Pommes, leichten Nudelgerichten und Risotto können diese Weine gut passen.

Besondere Tipps: Chenin Blanc zu frischen Avocados – als Tartar oder mariniert zu Salaten. Wer Sushi mag, der sollte bei diesen Weinen vor allem zu California Rolls reichen. Passend auch zum Frühlingsgemüse, wie z. B. Spargeln und Erbsen.

Salatvariationen mit z. B. Hühnchen, Käse oder Schinken und mit Früchten wie Äpfeln oder Birnen. Ebenso fein schmecken diese Weine zu Ziegen- und Schafskäsesorten.

Mittelkräftig, sanft und gerne auch „old vine“ (alte Reben)

Diese Art von Chenin Blanc Weine werden vielfach durch reduzierte Erträge und durch einen schonenden Weinausbau mit Ganztraubenpressung, längere Reifung auf der Feinhefe erzeugt. IN diese Kategorie passen auch meist die Chenin Blanc Weine, die aus alten Rebanlagen (> 35 Jahre stammen und als Buschrebe erzogen wurden) Diese Trauben sind oft sehr gehaltvoll, da die Erträge geringer ausfallen, die Anlagen nicht beregnet werden und die Reben tiefer wurzeln. Diese Weine werden auch meist ohne Holzfass ausgebaut und können gut zu folgenden Gerichten gereicht werden:

Jakobsmuscheln, einfach gekochte Fischgerichte, Fischküchlein, Gerichte mit Ei, wie z. B. Quiches, Frittata (italienisches Omlett), Rührei. Zu halbfestem Schnittkäse und Käse mit weißer Rinde, vorausgesetzt sie sind nicht zu reif.

Reichhaltig, vollmundig und trocken

In diese Kategorie fallen nun die sehr gehaltvollen Chenin Blanc Weine, die eher an einen im Barrique ausgebauten Chardonnay oder Vigonier erinnern. Sie können aufgrund ihres hohen Extraktes auch sehr gut kräftigen Speisen Paroli bieten.

Diese Weine passen zu vielen Gerichten mit einer cremigen Sauce wie z. B. Hühnchen oder Kalb mit Pilz-Sahnesauce. Gebratenes Hühnchen, Schweinebauch (Niedrigtemperatur), gebratenes Gemüse (Karotten, Brat- und Süßkartoffeln) und Kürbisgerichten.

Gehaltvoll oder halbtrocken

Wenn die Weine eine kräftigere Essenz bzw. eine milde Süße (auch durch starke Holznoten) vorweisen, dann sind sie starke Begleiter für Gerichte mit einer anhaltenden süßlichen Schärfe, wie z. B. Cape Malay Gerichte, milde Curry-Speisen und südostasiatische Rezepte, sehr bunt-exotische und würzige Reis- Gemüse und Fisch-Kombinationen.

Süße und Edel (Noble Late Harvest)

Dank ihrer dezenten Säure, die sich bei den Noble Late Harvest Weinen sehr fein konzentriert präsentiert, munden diese Weine hervorragend zu französischen Tarte, belegt mit Äpfeln oder Birnen sowie Desserts mit Pfirsich und Aprikosennoten oder Blaubeerkuchen. Sie bilden auch einen tollen Abschluss zu kräftigen Käsesorten wie z. B. Blauschimmel oder würzigen Bergkäsen, serviert mit einem feinen Fruchtkompott.

Rezepte: Leckere Chenin Blanc Rezepte gibt es hier zum Download: 

 Chenin Blanc Association (#drinkchenin 2017)