Celebrating Women in Wine

In Südafrika wird jährlich am 9. August das Werk der Frauen gewürdigt, die einst im Widerstand gegen die Apartheid kämpften. Inzwischen ist es Brauch, dass während des gesamten Monats August, Leistungen von Frauen besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Auch Südafrikas Weinsektor profitiert von dem couragierten Engagement zahlreicher Frauen, die sich in der traditionell von Männern geprägten Domäne, erfolgreich durchgesetzt haben. Norma Ratcliffe beispielsweise. Gewürdigt als „First Lady of South African wine“ gilt sie als Wegbereiterin für viele Frauen, die heute am Kap erfolgreich ihre eigene Weinserie produzieren oder als Winzerin und Kellermeisterin leitende Positionen ausüben.

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WOSA-Chatter: Stories from the wine industry

Kleine Geschichten und Kolumnen publiziert Südafrikas Exportverband auf der englischsprachigen WOSA-Website. Zu den Autoren zählen diverse Kenner der südafrikanischen Weinszene, die hier am Rande über ihre Erfahrungen plaudern, ihre Meinung kund tun und inspirieren wollen.

WOSA-Chatter – der Blog des südafrikanischen Exportverbands

Ausgezeichnete Weine aus Südafrika

140 Weine von rund 80 Weinerzeugern Südafrikasbei der  Old Mutual Trophy Wineshow 2016 ausgezeichnet.  Das Fazit der Juroren: Südafrika ist auf erfolgreich und behaarrlich auf dem Weg in die Premiumliga. Besonders gelobt wurde der Qualitätssprung bei den Chenin Blancs und die zunehmende Eleganz und Finesse bei den Rotweinen.

Exakt 1.076 Weine haben die internationalen und lokalen Juroren während vier Tagen blind verkostet. Die Bewertung basiert auf dem 100-Punkte-System und die Anwärter wurden mit Medaillen in Gold, Silber oder Bronze ausgezeichnet. Zudem werden die besten Betriebe und Weine in diversen Kategorien mit Trophäen besonders gewürdigt.

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Südafrikas Weinmacher – Flying Solo: “Mach dein Ding”

Es braucht Mut und Courage, um als Weinmacher in Südafrika zu arbeiten, vor allem wenn einem kein elterliches Weingut in die Wiege gelegt wurde. Was die großen prägenden Namen der südafrikanischen Weinszene auszeichnet, ist ihre Passion und ihr Streben nach einem Wein, der ihre Handschrift trägt. Und das bedeutet früher oder später, dem immer lauter werdenden Ruf zu folgen: “Mach Dein Ding”. Weiterlesen

Weinlese 2016: ein heißer Jahrgang

Weinlese 2016: ein heißer Jahrgang

Südafrikas Weinjahrgang 2016 wird vermutlich als einer der heißesten Weinjahre am Kap erinnert werden. Wie sich die Weinqualität entwickelt, lässt sich derzeit nur mutmaßen. Die Weinlese ist in den Kapregionen noch in vollem Gange. Mengenmäßig rechnen die Südafrikaner, nach offiziellen Angaben von VinPro, bis auf Orange River und Klein Karoo, nahezu in allen Gebieten mit geringeren Erntemengen als im Vorjahr.

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Ökologie – mehr als nur „schöne Landschaft“

Südafrikas Weine wachsen in den faszinierend schönen Landschaften des Western Cape rund um Kapstadt. Rund 95 % der südafrikanischen Weinberge liegen im Cape Floral Kingdom, dem artenreichsten Pflanzenreich der Welt. Hier wachsen mehr als 11.000 Pflanzenarten. Viele davon sind weltweit einzigartig.

Die Intention der südafrikanischen Weinwirtschaft ist, dieses unwiederbringliche Erbe der Natur zu erhalten. Deshalb initiierten bereits 2004 Südafrikas Winzer mit den lokalen Naturschützern die erste Biodiversitiy & Wine Initiative. Gemeinsam wurden Flächen- und Maßnahmenpläne zur Renaturierung entwickelt. Um die natürliche Flora und Fauna zu schützen, haben die Landwirte als Äquivalent zu circa 100.000 ha Weinbaufläche 132.000 ha Land unter Naturschutz gestellt. Aus diesen Erfahrungen konnten für Südafrikas Weinbau allgemeingültige Biodiversitätsrichtlinien abgeleitet und nahezu flächendeckend eingeführt werden.

Das nachhaltige Weinbauprogramm, Integrated Production of Wine (IPW) wurde in Südafrika bereits 1998 eingeführt und stetig weiterentwickelt. Berücksichtigt wurden dabei die Biodiversitätsrichtlinien, die „Global Wine Sector Environmental Sustainability“-Grundsätze sowie die Nachhaltigkeitskriterien für die Produktion, Verarbeitung und Verpackung von Produkten durch die internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV).

Siegel

 Siegel “Integrity & Sustainability”

Entspricht ein südafrikanischer Wein den Nachhaltigkeitskriterien des IPW und hält er den Prüfungen durch das unabhängige Wine & Spirit Board stand, darf er als Sustainable Wines of South Africa ausgezeichnet werden und erhält das Siegel Integrity & Sustainability

Soziales

Soziale Verantwortung

Förderung der sozialen Rahmenbedingungen – faire Weinerzeugung gemäß WIETA-Standard

Die Verbesserung der sozialen Rahmenbedingungen für die Arbeiter in der Weinerzeugung genießt im südafrikanischen Weinsektor einen hohen Stellenwert. Rund 56 Prozent der 300.000 Arbeiter, die im Weinbereich tätig sind, sind ungelernte Arbeitskräfte und verdienen deshalb einen besondern Schutz und Unterstützung.

In einem intensiven Multi-Stakeholder-Dialog,der die unterschiedlichen Perspektiven der Weinbranche repräsentiert, wurde in 2012 ein weitreichender Kriterienkatalog verabschiedet, der eine soziale und ethische korrekte Weinerzeugung garantiert. Zu den Themenfeldern der Sozialstander abdeckt, zählen u. a. das Verbot von Kinderarbeit, Verbot zum Arbeitszwang, Arbeitsschutz und betriebliche Sicherheit, das Recht einer Gewerkschaft beizutreten, Schutz vor Diskriminierung, Arbeitsverträge, Arbeitszeiten und eine Mindestlohnregelung uvm.

Verantwortlich für die Förderung der sozialen Rahmenbedingungen ist die 2002 gegründete “Wine and Agricultural Industry Ethical Trade Association” – abgekürzt WIETA. Seit 2012 arbeitet diese NGO intensiv daran, die Interessen der unterschiedlichen Parteien zu einem zukunftsorientierten Konsens zusammen zu führen. Der finalen Zertifizierung der Farmen gehen Schulungen, Beratungen und praktische Hilfestellung aufseiten der Farmer und Arbeiter voraus. Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten besteht darin, die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern und zu fördern.

Zum besseren Verständnis: Das Siegel muss vonseiten der Erzeuger für jeden Wein gesondert beantragt werden, damit ist auch gewährleistet, dass im Falle vom Zukauf auch die Lieferanten in den Zertifizierungsprozess eingeschlossen werden. Somit hat die Weinwirtschaft durch die Etablierung von WIETA eine vorbildliche Struktur geschaffen, die auch die Bedürfnisse der zahlreichen Bauern berücksichtigt, die ihre Trauben an die großen Kellereien, wie Distell, DGB oder KWV abliefern. Es ist selbstredend, dass diese namhaften Markenerzeuger die WIETA-Kriterien untersützten. In 2014 zählte WIETA 911 Produzenten als Mitglieder, im Vorjahr waren es lediglich 450 Betriebe.

Weitere Informationen: WIETA

 

Black Economic Empowerment

20 Jahre nach Ende des Apartheidregimes zählt die Weinwirtschaft am Kap immer mehr sogenannte Black-Economic-Empowerment(BEE)-Betriebe. Das BEE-Programm ist ein staatliches Förderprogramm zur ökonomischen und sozialen Gleichstellung der schwarzen Bevölkerung Südafrikas, das auf dem 2003 erlassenen Broad-Based Black Economic Empowerment Act basiert.
Der Gleichstellungsprozess in Südafrikas traditionsreicher Weinwirtschaft begann bereits Ende der 90er-Jahre mit der Gründung des South African Wine Industry Trust (SAWIT), der sich massiv der Förderung schwarzer Südafrikaner in der Weinerzeugung widmete. 2002 entstand die South African Wine & Brandy Company (SAWB), eine Organisation bestehend aus Weinfarmern, Weinkellereien, dem Handel sowie Arbeitervertretern, die den Empowerment-Prozess in der Weinwirtschaft weiter vorantrieb. Im selben Jahr wurde, forciert durch der Exportgemeinschaft Wines of South Africa (WOSA) und dem englischen Weinhandel, die Wine Industry Ethical Trade Association (WIETA) gegründet. Diese Organisation setzt sich maßgeblich für die Verbesserung der sozialen Strukturen und Arbeitsbedingungen in Südafrikas Weinbetrieben ein.
An konkreten Beispielen der Veränderungen in Südafrikas Weinwirtschaft mangelt es heute nicht. In den Weinbaugebieten finden sich immer mehr innovative Empowerment-Projekte.

 

WIETA

Mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für die Arbeiter und Familien auf den Weinfarmen zukunftsorientiert zu verbessern, wurde 2002 die Wine Industry Ethical Trade Association (WIETA) gegründet. Der tief greifende Multi-Stakeholder-Dialog zwischen den unterschiedlichsten Interessensgruppen bestehend aus Erzeugern und Gewerkschaften mündete 2012 im weltweit ersten Standard für eine faire Weinerzeugung. Die Besonderheiten dieses Standards sind jedoch nicht die Audits der Betriebe oder die Verleihung eines Siegels, sondern vor allem die Ausbildungen und die Beratung, die den Verbesserungsprozess auf den Farmen letztlich ermöglichen. Linda Lipparoni, Geschäftsführerin der WIETA, verweist bei der Frage nach den Kriterien auf die moderne Verfassung Südafrikas, die sich in der Sozialgesetzgebung an den internationalen Fair Labour Laws orientiert: „Was wir hier in Südafrika dringend brauchen, sind nicht Gesetze, sondern Aufklärung und Fortbildung sowie Kontrollen vor Ort in den Betrieben.“