Cinsault Affaire

Cinsault – leichter im Alkoholgehalt, zart schimmerndes Rot und mit oftmals bizarren Etiketten, macht die einstige rote Leitsorte Südafrikas wieder von sich reden. Insbesondere seit Südafrikas hippe Weinmacher begannen mit Cinsault zu flirten. Deren Augenmerk liegt auf dem Erhalt der “old vines” und entpuppt sich wahrhaft als eine neue Liebesaffäre.

Sein historischer Name in der Kapregion war einst “Hermitage” und war als solcher auch das eine Elternteil des Pinotages – die heimische rote Rebsortenkreuzung aus Pinot Noir und Hermitage. Gleichzeitig war Cinsault bis 1981 mit knapp 12 Prozent Anteil die stärkste Rotweinsorte am Kap. Bis 2015 musste der einstige Rotweinstar dem Anbau der nobleren Rotweinsorten wie Cabernet Sauvignon, Shiraz und Pinotage weichen. Sein Anteil sank auf knapp 2 Prozent (SAWIS, 2015).

Den aktuellen Hype um den einstigen roten Star, lösen vor allem die Weine aus, die von den rund 180 Hektar Rebfläche stammen, die älter als 35 Jahre sind. Auch wenn Cinsault derzeit noch keine “Revolution” auslösen wird – der Entdeckergeist der südafrikanischen Weinszene ist geweckt.

Von ihren Erfahrungen mit Cinsault und eine Auflistung der “hippen” südafrikanischen Cinsaults berichtet  im April auf ihrem Blog Hello auf dem Weinreiseportal Tastetrip