#socialstories – Ausbildung öffnet Türen

Südafrikas Weinwirtschaft durchläuft seit vielen Jahren einen Veränderungs- und Transformationsprozess mit vielen positiven Entwicklungen. Es gibt zahlreiche Organisationen, die für ehemals benachteiligte Menschen, die Türen zu einer neuen Karriere und beruflichen Laufbahn geöffnet haben. Dazu zählt auch die Vinpro Foundation. Die Stärkung der Arbeiterbasis, die Förderung von Führungsqualitäten und Ausbildung zählen zu den Hauptaufgabengebieten der Vinpro Foundation, um den Transformationsprozess erfolgreich voranzutreiben. Unathi Mantashongo (Foto) von der Vinpro Foundation. „Südafrikas Weinwirtschaft agiert heute integrativ, das stärkt unsere soziale Entwicklung, unsere globale Wettbewerbsfähigkeit und garantiert Wertschöpfung.“

Zur Ausbildung und Stärkung der Arbeiter wurde z. B. das „Wine Training of South Africa“ (WTSA) aufgelegt. Diese Non-Profit-Organisation (NPO) bietet ein umfangreiches Ausbildungsprogramm für Kellerarbeiter (SKOP), die in früheren Zeiten nie sonderlich ausgebildet wurden. Einer der Absolventen ist Heinrich Le Fleur, der als Kind von einer Karriere als Profifußballer träumte. Um seine sportliche Laufbahn zu finanzieren begann er als Erntehelfer auf Douglas Green Bellingham. Heinrich erzählt von seinen Anfängen: „Anfangs bin ich zwischen den Tanks herumgestolpert und hatte nicht die geringste Idee, was ich hier mache. Ich war auch sehr verunsichert als der Weinmacher mich aufforderte, einen Schluck dieser Flüssigkeit zu trinken. Ich dachte es sei Alkohol –  bis ich merkte, dass es Traubenmost war.“ Diese Erfahrung war ein Karrierebooster für ihn – er wollte mehr wissen. Eigentlich wollte Heinrich Le Fleur einmal professioneller Fußballer werden. Dank SKOP bekam der Jugendliche eine dreijährige Ausbildung gesponsert und bald löste die Faszination für den Wein, seine große Begeisterung für den Fußball ab. Heute ist Heinrich in einer verantwortungsvollen Rolle, Teil eines dreiköpfigen Weinmacherteams bei Douglas Green Bellingham.

Sein Mentor, Mario Damon arbeitete in mehreren Kellereien in Frankreich, USA und Mexiko. Dank dieser Auslandserfahrung verfügt Mario über umfangreiches Wissen über internationale Trends und Produktionsmethoden. Dank dieser enormen Kompetenz wurde Mario in das Aufsichtsgremium von WTSA berufen. Seine Mission ist es, seinen Kollegen, das weiterzugeben, was auch ihm als Unterstützung zuteilwurde. Seine Laufbahn begann vergleichsweise wie die von Heinrich. In 2000 kam er als „Newbie“ – als Neuling – in den Weinsektor und konnte dank SKOP eine fundierte Ausbildung durchlaufen. Mario ist überzeugt, dass sich jeder ändern und entwickeln kann, wenn man seine Möglichkeiten nutzt. Die Verantwortung liegt bei jedem selbst. Mario: “It’s real. No one is saying you can’t improve yourself. You just have to take the opportunity. Sure, the opportunity didn’t exist until relatively recently, but the opportunities are all here now… it’s just what you make of them.”

Das Motto von WTSA folgt dem Leitgedanken von Nelson Mandela: “It always seems impossible until it’s done” – Es scheint immer unmöglich bis es fertig ist. Emma Burger, die Managerin von WTSA sagt mit einem Augenzwinkern, dass die WTSA eine Organisation ist, die darauf fußt, dass Südafrikas Weinwirtschaft eigenverantwortlich und miteinander handelt. Emma: “The people we work with, and not the people who work for us.”

So hegt auch Heinricht große Träume und weiß, dass es noch viel für ihn zu lernen gibt, bevorzugt in Übersee. Wenn sich ihm diese Chance bietet, wird er sie nutzen. Denn er will noch viel lernen, um seine Kompetenz zu stärken. Mario bleibt auch in seiner Weinkarriere am Ball: “If I get an opportunity to go overseas, I’ll go. And I’ll learn every skill I can! I’d love to learn something valuable about their style of doing things overseas, and bring it back here to South Africa. I believe that if anything comes your way, don’t ever turn it down. I have been in the industry seven years and the chance to learn overseas hasn’t come yet, but I’m not giving up. I know the chance will come!”

Text: Petra Mayer

Orginal: http://www.wosa.co.za/WOSA-News/Blogs/Cape-Chatter/Opening-Doors–Part-1/

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