Südafrika wird bunter …

Das Weinland Südafrika wartet jährlich mit besseren Weinqualitäten auf. Gleichzeitig verbessern sich auch die sozialen Rahmenbedingungen für viele ehemals benachteiligte Bevölkerungsgruppen in den Weinregionen. Es gibt zahlreiche Programme und ein hohes freiwilliges Engagement, um die Transformation des Weinsektors zukunftsfähig weiter zu entwickeln.

Abkürzungen, die einem in Bezug auf südafrikanische Weine immer wieder begegnen sind “BEE” und “BoB”. Was verbirgt sich hinter diesen Abkürzungen? BEE steht für  Black Economic Empowerment und BoB für Black-owned Brands. Bei den BEE-Betrieben handelt es sich um Weingüter bzw. Weinunternehmen die schwarzen Südafrikanern eine Beteiligung am Unternehmen ermöglichen. Das können z. B. die Gemeinschaft der Farmarbeiter, Investoren, NGO’s etc. sein. Ein führendes Beispiel ist z. B. die KWV, die ehemals große Genossenschaft, die einst den Weinsektor kontrollierte und die im Zuge der Privatisierung zu 60 Prozent in den Besitz schwarzer Anteilseigner gegangen ist. Oder Distell, ein weiteres namhaftes großes Weinunternehmen, das heute zu rd. 15 Prozent in Händen von ehemals benachteiligten Südafrikanern ist.

Black-owned Brands bedeutet: 100 Prozent schwarze Eigentümer. Oftmals handelt es sich dabei um Marken oder eine Art von Weinhandelsgesellschaft, d. h. die Eigentümer bauen in Kooperation mit Weinherstellern spezielle Weine aus und vermarkten diese unter ihrem eigenen Etikett. Die wirtschaftliche Verantwortung liegt jedoch zu 100 Prozent in ihrer Hand. Auf der ProWein am Stand von Wines of South Africa, sind in diesem Jahr die BoB’s Seven Sisters, Thokozani, Cape Dreams, Koopmanskloof und Thandi Wines vertreten.

Besuchen Sie die Betriebe an ihren Ständen in Halle 9 und Sie werden überrascht sein, welche besonderen Geschichten diese Weine auszeichnen.

 

Foto: Seven Sisters fotografiert von Martin Kämper