Südafrikas Weinexporte 2016: positive Umsatzentwicklung 

Das Jahr 2016 beschließt Südafrikas Weinwirtschaft mit einer erfreulichen Exportbilanz. Der südafrikanische Informationsdienst (SAWIS) vermeldet für 2016 eine mengenmäßige Steigerung der Gesamtexporte um rund 2 Prozent auf 428,5 Millionen Liter. Erfreulich ist die positive Umsatzentwicklung, die mit einem stattlichen Plus von 10 Prozent im Zeitraum von Januar bis Dezember 2016 den Südafrikanern rund ca. 8 Mrd. Rand einbrachte. Vor allem die bewährten europäischen Absatzmärkte belohnen die Kapwinzer für ihr unermüdliches Qualitätseinstreben und ihren Einsatz, sich weltweit in höheren Preissegmenten zu positionieren.

In Deutschland, Südafrikas zweitwichtigstem Absatzmarkt, verzeichneten die südafrikanischen Gesamtweinimporte ein Umsatzplus von 12 Prozent bei einer vergleichsweisen stabilen Menge von 80 Millionen Liter. Diese zweitstellige Wertsteigerung wurde vor allem im Segment der Flaschenweinimporte erzielt. Mit einem satten Zuwachs von rund 21 Prozent lag der Umsatzerlös beim Import von Originalabfüllungen deutlich über dem Vorjahresergebnis.

United Kingdom (UK), Südafrikas größtem Absatzmarkt, zeigte 2016 mit einer Gesamtimportmenge von 100 Millionen Litern leicht rückläufige Tendenzen. Allerdings scheinen auch die Briten bessere Weine zu kaufen, denn der Umsatz bei den südafrikanischen Flaschenweinexporten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent. Auch die Niederlande, Südafrikas drittstärkste südafrikanische Weinimportnation, scheinen auf Qualitätskurs zu sein. Die Nachfrage nach Originalabfüllungen vom Kap bescherte den Exporteuren ein Umsatzplus von 24 Prozent.

Während Europa noch immer Südafrikas führender Exportmarkt ist, zeigen auch China und die USA mit einem Plus von 19 Prozent bzw. 7 Prozent bei den Gesamtimporten eine positive Umsatzentwicklung. Die stärkste Wachstumsrate bei den südafrikanischen Gesamtweinimporten erzielte jedoch Kanada mit einer Wertsteigerung von 29 Prozent (2016 vs. 2015). Diese allgemein positive Umsatzentwicklung auf den bedeutendsten Absatzmärkten für südafrikanischen Weine verdeutlicht, dass sich die Strategie sich auf Wertschöpfung zu forcieren, bezahlt macht.

(Datenquelle South African Wine Industry Information & Systems (SAWIS), Januar–Dezember 2016, Value growth per country)