Terroir

Das Zusammenspiel von Topografie, Klima, Geologie, Böden und die Einflussnahme durch den Menschen bei der Weinbereitung und deren Auswirkungen auf den Charakter eines Weines sorgen in der Weinbranche für Denkstoff, hitzige Diskussionen und intensive Forschungen, füllt viele Textbücher und mehr oder weniger aussagekräftige Weinbeschreibungen. Dieses komplexe Konstrukt wird mit dem Terminus „Terroir” oder auch „Natural Terroir Unit” (NTU) umschrieben. Die Parameter Topografie, Klima, Geologie und Boden einer gewissen Weinbergsfläche sind relativ stabil und durch den Farmer nicht ohne Weiteres veränderbar. Sie sind sozusagen der von der Natur vorgegebene Fingerabdruck einer spezifischen Herkunft. Dennoch kann man eine Diskussion über Terroir und den Stil eines Weines nicht ohne die menschliche Einflussnahme in Form von Bewirtschafts- oder Ausbaumethoden führen.

Südafrikas Wissenschaftler haben vor rund 14 Jahren begonnen, das Terroir im Western Cape unter die Lupe zu nehmen. Dieser Diskurs wird mit dem Ziel geführt, nicht einfach nur Trauben, sondern „Wein” zu farmen. Für die Weinbauern ist es von größter Bedeutung die natürlichen Parameter ihrer Weinbergslagen bestens zu kennen.

Besonders interessantes Datenmaterial haben die Forscher für rund 25.000 Hektar rund um Stellenbosch zusammen getragen. Dieses Gebiet zeichnet sich aufgrund der massiven Bergrücken und der zahlreichen Täler, durch eine sehr komplexe Topografie aus. Die Nähe zum Atlantik schafft hier ein ungewöhnliches Zusammentreffen von Seebrisen und warmen Winden aus dem Landesinnern. Wer die „Natural Terroir Units” studiert, versteht recht schnell, was gemeint ist, wenn die Südafrikaner stolz auf ihre „natürliche Vielfalt” verweisen.

Boden

Klima