The Green Deal: zehn Jahre erfolgreiches Engagement für Nachhaltigkeit!

Südafrikas Weinsektor erkannte frühzeitig, dass Qualität mit einer ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen muss, um langfristig erfolgreich wirtschaften zu können. Denn die Reben wachsen in einem der artenreichsten Naturparadiese der Welt, dem sogenannten Cape Floral Kingdom, beheimaten rund 10.000 Pflanzenspezies, wovon 70 Prozent weltweit einzigartig sind und deren Ernennung im Jahr 2004 zum UNESCO Weltnaturerbe ihre Schutzbedürftigkeit verdeutlicht.

Daher haben die Winzer in selben Jahr, als erstes Weinland weltweit, in Kooperation mit Naturschützern, ein umfassendes Regelwerk, Integrated Production of Wine (IPW) genannt, zum Schutz der Biodiversität ausgearbeitet und auf ihren Farmen umgesetzt. Wichtigstes Anliegen ist bis heute die Ausbreitung eingeschleppter Pflanzenarten zu verhindern. Denn deren hoher Wasser-verbrauch sowie erhöhtes Risiko für Buschfeuer haben einen extrem negativen Einfluss auf das Ökosystem.

Die soziale Nachhaltigkeit ihrer Weine wurde in Südafrika zunächst durch einen gesonderten Standard, den WIETA-Kodex (Wine & Agricultural Ethical Trade Association) gesichert. Dieser hat aber nach wie vor zum Ziel, die sozialen Rahmenbedingungen für Arbeiter und Arbeiterinnen auf den Farmen zu verbessern. Dabei sollen die besonderen Rahmenbedingungen und Anforderungen Südafrikas und die Gleichstellung einer einst benachteiligten Bevölkerungsschicht berücksichtigt werden. Die WIETA ist inzwischen jedoch mehr als ein Standard oder eine Zertifizierung und will weiterhin die ethische Arbeitspraxis unter Einhaltung sozialer Richtlinien, die sich an den Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) orientieren, verbessern. Hinzu kommt verstärkt die ganzheitliche Unterstützung der Betriebe, z. B. im Bereich ethische Führung und Entwicklung sowie die Förderung der Dialoge zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

Viele nachweisbare Erfolge bestärken Südafrikas Weinwirtschaft, sich weiterhin für einen stärkeren Umweltschutz und die Förderung von Transformation zu engagieren. Denn proaktiver Naturschutz fördert nicht nur das Ansteigen des Grundwasserspiegels oder verhindert Bodenerosion, sondern lockt zahlreiche Tiere in die Naturreservate. Darüber hinaus werden wertvolle Arbeitsplätze geschaffen und die Attraktivität eines nachhaltigen Weintourismus gefördert.

Die Kennzeichnung der südafrikanischen Weine seit 2010 mit dem Nachhaltigkeitssiegel „Integrity & Sustainability“ am Flaschenhals, vermittelt den Kunden den ökologischen und sozialen Mehrwert dieser Weine. Die Gewissheit, dass mit dem Kauf dieser Weine ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz geleistet wird, schlägt sich zukünftig hoffentlich, dank eines gesteigerten Bewusstseins bei den Verbrauchern, auch in einer monetären Wertschätzung nieder. Denn nachhaltige Entwicklung fordert nicht nur Tatkraft, sondern auch monetäres Investment.