Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat am Sonntag, den 15. März 2020, im Zusammenhang mit dem weltweiten Ausbruch von COVID-19 auch für Südafrika den nationalen Katastrophenstaat ausgerufen.

Ab Donnerstag, 26. März 2020, um 24.00 Uhr wird der „Lock-Down“ in Kraft treten und 21 Tage lang, bis zum 16. April 2020 dauern. Diese Sperre bedeutet, dass jeder Südafrikaner zu Hause bleiben muss und, dass alle Serviceanbieter, die nicht für die Sicherung des Überlebens relevant sind, während dieser Zeit geschlossen werden.

Das Katastrophenschutzgesetz besagt auch, dass während des „Lock-Downs“ jedweder Handel und jedwede Herstellung von alkoholischen Produkten einzustellen ist. In der Mitteilung heißt es ausdrücklich, dass innerhalb der 21-Tage-Frist kein Alkohol auf dem südafrikanischen Markt verkauft wird.

Auch für Südafrikas Weinsektor steht die Gesundheit der Menschen an oberster Stelle und eine potenzielle Bedrohung durch COVID-19 darf die nationalen Sicherheit nicht bedrohen.

Dennoch sind Südafrikas weinbaupolitische Verbände enttäuscht über die Vorschriften, da das Schlussdokument im Widerspruch zu den verbalen Zusagen der nationalen Ministerien innerhalb der Wirtschaftsabteilung der Regierung steht.

Der Weinsektor bemüht sich mit Hochdruck, die potentiell katastrophalen wirtschaftlichen und sozioökonomischen Auswirkungen der Stilllegung des Weinsektors für über 300.000 Beschäftige einzugrenzen.

Priorität 1. Die Weinwirtschaft muss die aktuelle Weinernte 2020 in den kommenden Wochen abschließen dürfen. Um die zukünftigen Weinbestände und damit die Arbeitsplätze und Einnahmen zu sichern.

Priorität 2. Die Weinwirtschaft setzt sich dafür ein, dass der Weinexport weiterhin erlaubt ist. Damit werden wichtige Handelsbeziehungen erhalten sowie aktuelle und langfristige Einnahmen generiert. Ein florierender Weinexport, der rund 55 % der Gesamtmenge der südafrikanischen Weinproduktion absetzt, ist ein äußerst wichtiger Aspekt für die derzeitige und künftige wirtschaftliche Nachhaltigkeit und sozioökonomische Stabilität des Weinsektors als zentraler Arbeitgeber im Western Cape.

Hier finden Sie Ressourcen und Updates zu den Auswirkungen globaler und lokaler Vorschriften auf die südafrikanische Weinwirtschaft:

https://www.wineland.coza./covid-19-info/

https://www.southafrica.net/gl/en/trade/page/coronavirus-covid-19-south-african-tourism-update