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	<title>Weinwirtschaft Archive - Südafrika-Weininformation</title>
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	<title>Weinwirtschaft Archive - Südafrika-Weininformation</title>
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		<title>Südafrikas Weinwirtschaft – Nachhaltigkeit ist Trumpf</title>
		<link>https://suedafrika-wein.de/suedafrikas-weinwirtschaft-auf-gutem-kurs-nachhaltige-ideale-bestimmen-alle-bereiche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2022 14:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Südafrikas Weinwirtschaft erholt sich von der Covid-Krise. Nachhaltigkeit bestimmt das Handeln in allen Bereichen des Weinsektors. Klimawandel, Transformation, Weintourismus und nachhaltiges Wachstum sind die Herausforderungen, die man nur gemeinschaftlich bewältigen kann, darin sind sich alle Verantwortlichen einig. Südafrikas Weinexporte erholen sich und wachsen vor allem in Ländern wie USA, Kanada, Afrika und China. Trotz der</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Südafrikas Weinwirtschaft erholt sich von der Covid-Krise. Nachhaltigkeit bestimmt das Handeln in allen Bereichen des Weinsektors. Klimawandel, Transformation, Weintourismus und nachhaltiges Wachstum sind die Herausforderungen, die man nur gemeinschaftlich bewältigen kann, darin sind sich alle Verantwortlichen einig. <span id="more-20706"></span></p>
<p>Südafrikas Weinexporte erholen sich und wachsen vor allem in Ländern wie USA, Kanada, Afrika und China. Trotz der herausfordernden Störungen am Kapstädter Hafen und der globalen Schifffahrtsbeschränkungen. Das Gesamtexportvolumen Südafrikas für Wein klettere im Jahr 2021 um 22 Prozent auf 388 Millionen Liter. Der Wert der Exporte stieg um 12 Prozent auf 10,2 Mrd. Rand. Das Vereinigte Königreich ist nach wie vor der größte Exportmarkt Südafrikas und verzeichnet sowohl mengen- als auch wertmäßig ein kontinuierliches Wachstum.</p>
<p>Die übrigen fünf wichtigsten Exportländer nach Gesamtvolumen sind Deutschland, die USA, Kanada und Afrika, während die Ausfuhren nach China exponentiell gestiegen sind. &#8222;Obwohl der Handel mit China aufgrund des jüngsten Covid-19-Ausbruchs derzeit ruht, bietet der Rückschlag Australiens auf diesem Markt Südafrika die Möglichkeit, seinen Marktanteil zu erhöhen,“sagt Siobhan Thompson, CEO von Wines of South Africa – der Exportorganisation.</p>
<p>Noch ist unklar, wie schwerwiegend die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die anhaltenden Transportbeschränkungen auf die Exportvorlaufzeiten, die Verfügbarkeit von Produktionsmittel und die Kostensteigerungen sein werden. Doch diese Herausforderungen trifft die gesamte Weinbranche weltweit.</p>
<h4>Erholung des Weintourismus</h4>
<p>Südafrikas Weintourismus ist eine tragende Säule in der Exportstrategie der Südafrikaner. Nach dem vollständigen Erliegen der internationalen Besucherströme freuen sich die Winzer über die ersten Rückkehrer. Thompson: &#8222;Weintourismus ist ein entscheidender Sektor für unsere Branche, wenn es um die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Erzielung von Einnahmen und die Bekannheit unserer Weine im Ausland geht. Wir sind dankbar, dass wir wieder ein stetiges Wachstum hier an Besuchern in den Weinregionen bzw in allerorts in Südafrika verzeichnen.“</p>
<p>Der Weintourismus machte im Jahr 2019 rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes der Weingüter aus und trug 7,2 Mrd. Rand zum BIP des Landes bei. Nach einem Rückgang auf 2,7 Mrd. Rand im Jahr 2020 kletterte der Weintourisumus im Folgejahr wieder auf 4,1 Mrd. Rand. Bis Ende 2022 sollen R5,7 Mrd. erwirtschaftet werden. Managerin für Weintourismus (Vinpro) Marisah Niewoudt erläutert: &#8222;Wir sind auf dem besten Weg, den vollständigen Verlust des internationalen Tourismusmarktes aufgrund von Covid-19 Maßnahmen zu überwinden.“</p>
<p>&#8222;Obwohl die internationalen Besucherzahlen weiterhin niedrig sind, vor allem bei Reisen in der Wochenmitte, spürt man wieder eine positive Energie bei den Weintouristikern.<br />
Wir sehen neue Angebote und es finden viele Veranstaltungen statt. Wir sind motiviert, das Weinland Südafrika gemeinschaftlich als den Weltmarktführer im Bereich von Weintourismus zu positionieren&#8220;, führt Marisah aus. Die Weingüter konzentrieren sich im Bereich des Weintourismus auf immer hochwertigere Angebote und die Aufrechterhaltung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Marisah: „Wir wollen die fast 36 000 Menschen, die direkt indirekt oder indirekt vom weintouristischen Sektor abhängig sind, weiter beschäftigen.“</p>
<h4>Transformatives Wachstum</h4>
<p>Eine spannende Initiative, die nicht nur den Weintourismus fördert, sondern auch Teil einer umfassenderen Strategie zur Transformation der südafrikanischen Weinwirtschaft ist, ist <a href="https://thewinearc.co.za/" target="_blank" rel="noopener">The Wine Arc</a>. &#8222;Der Start dieses in Stellenbosch ansässigen Markenhauses und Weintourismuszentrums Ende 2021 bedeutete den Beginn eines neuen Wachstumspfads für Weinmarken in schwarzem Besitz&#8220;, sagt Wendy Petersen, Geschäftsführerin der South African Wine Industry Transformation Unit (SAWITU).</p>
<p>Dieses integrierte Empowerment-Projekt ist eine Kollaboration von SAWITU, dem Agricultural Research Council (ARC) und dem Western Cape Department of Agriculture (WCDoA). &#8222;Der Wine Arc ist Teil der größeren Transformationsstrategie der südafrikanischen Weinwirtschaft. Gemeinsam zielt man darauf ab, den Wandel zu beschleunigen, indem es den Eigentümern von Weinmarken in schwarzem Besitz eine starke Geschäftsplattform,  besseren Zugang zu Abstzmärkten und E-Commerce-Platformen verschafft. Gleichzeitig bietet The Wine Arc ein attraktives Lifestyle Ambiente, um mit Verbrauchern während  Weinverkostungen, Veranstaltungen und Konferenzen in Kontakt zu treten.</p>
<p>Wir wollen Weinmarken und andere Unternehmen in schwarzem Besitz sowie schwarze Weinbauern, Landarbeiter und ihre Gemeinden stärken und fördern&#8220;, so Wendy. Zu den Prioritäten der Strategie gehört der gleichberechtigte Zugang zu Infrastruktur, Kellereien mit Lagereinrichtungen und Produktionsanlagen sowie zu bewirtschaftetem Land mit Wasserrechten. Man konzentriert sich auf die Erschließung von Absatzmärkten, bietet Konferenzen an und lanciert Programme zur Kompetenzentwicklung, Weiterbildung und sozioökonomischen Entwicklung. &#8222;Wir brauchen alle Interessengruppen des Weinsektors, der Regierung, die Arbeitgeber und –nehmer, damit eine stärker transformierte, integrative und nachhaltige südafrikanische Weinwirtschaft entstehen kann&#8220;, erklärt Wendy.</p>
<h4>Schaufenster der Nachhaltigkeit</h4>
<p>Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahrzehnten ein integraler Bestandteil der südafrikanischen Weinwirtschaft. „Südafrikas Weinbranche sollte das gestiegene Verbraucherinteresse an nachhaltig erzeugten Weinen verstärkt nutzen“, so Siobhan Thompson. Das setzt jedoch voraus, dass man die unterschiedlichen Interessensgruppen mehr über die bestehenden erstklassigen Systeme wie das Herkunftsgesetz sowie das Nachhaltige Weinbauprogramm (IPW), ethische Akkreditierungen wie Fairtrade und die Wine and Agricultural Ethical Trading Association (WIETA) sowie das WWF-SA Conservation Champions-Programm informiert.</p>
<p>Eine gute Gelegenheit ist die <a href="http://www.capewine2022.co.za" target="_blank" rel="noopener">CapeWine,</a> Südafrikas Weinmesse, die vom 5. bis 7. Oktober 2022 in Kapstadt stattfinden wird. Unter dem Leitmotto &#8222;Sustainability 360&#8243; wollen die Aussteller neben den Weinen auch ihre Nachhaltigkeitspraktiken, die Menschen und Strategieen zu einer verbesserte Wertschöpfung vorstellen. Wir laden Einkäufer und Medienvertreter aus der ganzen Welt ein, unsere spektakulären Weine zu probieren und unsere Weinregionen zu erkunden&#8220;, sagt Siobhan.</p>
<h4>Den Klimawandel abmildern</h4>
<p>Ein wichtiger Teil der südafrikanischen Nachhaltigkeitsreise bestand darin, Wege zu finden, um die Folgen des Klimawandels auf die Weinwirtschaft abzumildern. Die Saison 2021/22 war zwar kühler als normal und die meisten Regionen verfügten über ausreichend Wasser. Doch die Weinbranche hat die negativen Auswirkungen der Dürre von 2016 bis 2019 nicht vergessen. Daher forschen die Branche und die Erzeuger kontinuierlich und passen sich an den Klimawandel an.</p>
<p>&#8222;Wir wollen den Weinbauern dabei helfen, im Kontext des Klimawandels auf nachhaltige und rentable Weise hochwertige Trauben und Wein zu produzieren&#8220;, sagt Gerard Martin, Geschäftsführer von Winetech. Diese Organisation finanziert und koordiniert Forschungsprojekte zu Bewässerungsstrategien und Untersuchungen des Verhaltens der Reben auf Wasserstress, trockenheitsresistenten Sorten und Unterlagsreben sowie zum Abwassermanagement.</p>
<p>&#8222;Die Erzeuger wenden bereits Praktiken an, um starke Wurzelsysteme zu fördern, die das Wasser effizient aufnehmen, wie z. B. eine gute Bodenvorbereitung vor der Pflanzung&#8220;, sagt Vinpro Weinbauberater Conrad Schutte. &#8222;Sie begrünen Rebzeilen, um Wasserverluste nach Regen oder durch Verdunstung zu verhindern. Der Wasserstatus von Boden und Pflanzen wird überwacht, um die richtige Wassermenge in den richtigen Abständen zu verabreichen.&#8220;</p>
<h4>Nachhaltigkeit – ein kontinuierlicher Dialog mit allen Beteiligten.</h4>
<p>&#8222;Die Akteure der südafrikanische Weinwirtschaft unterstützen unsere praxisorientierte Nachhaltigkeitsstrategie und unseren Wachstumskurs&#8220;, sagt Rico Basson, CEO von <a href="http://www.vinpro.co.za" target="_blank" rel="noopener">Vinpro</a>. &#8222;Wir setzen weiterhin auf: Integrative Entscheidungsfindung, sozialer Dialog und Partnerschaften mit verschiedenen Interessengruppen in der Landwirtschaft um weitere Möglichkeiten zu eröffnen. Die Herausforderungen der Zukunft können wir nur gemeinsam bewältigen. Unser Ziel ist es, unseren Weinsektor zu einer stabilen und gleichzeitig florierenden Branche zu machen, wie wir sie uns für die nachfolgende Generation wünschen.&#8220;</p>
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		<title>Südafrika freut sich über Aufhebung des Alkoholverbots; behält aber die Langfristigkeit im Visier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2021 20:52:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemeldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alkoholverbot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vinpro begrüßt teilweise aufgehobenes Alkoholverbot, aber ökonomische Sicherheit bleibt eine Priorität für die Weinwirtschaft Vinpro Medienmitteilung | 1. Februar 2021 | Nachrichten Nach der teilweisen Wiedereröffnung des lokalen Weinverkaufs in Südafrika können die Verbraucher wieder Wein kaufen und ihre Vorräte auffüllen. Südafrikas Weinbauverband Vinpro ist erfreut darüber, zum 02. Februar 2021 eine Aufhebung  des dritten Verkaufsverbotes</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Vinpro begrüßt teilweise aufgehobenes Alkoholverbot, aber ökonomische Sicherheit bleibt eine Priorität für die Weinwirtschaft</h4>
<p>Vinpro Medienmitteilung | 1. Februar 2021 | Nachrichten</p>
<p>Nach der teilweisen Wiedereröffnung des lokalen Weinverkaufs in Südafrika können die Verbraucher wieder Wein kaufen und ihre Vorräte auffüllen. Südafrikas Weinbauverband <a href="http://www.vinpro.co.za" target="_blank" rel="noopener">Vinpro</a> ist erfreut darüber, zum 02. Februar 2021 eine Aufhebung  des dritten Verkaufsverbotes in Kraft tritt. Seit März 2020 war der heimische Weinverkauf rund 20 Wochen mit kurzen Unterbrechungen still gelegt. Dies bedeutete, dass die Winzer keinerlei Einnahmen aus dem lokalen Weinverkauf erzielen konnten. Dies führte zu einem Gesamtverlust von mehr als R8 Milliarden resultierend aus dem Direktverkauf. Zahlreiche Kellereien, Weinbauern und Weingüter kämpfen deshalb um das wirtschaftliche Überleben. Der Verband schätzt, dass der Lebensunterhalt von 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Wertschöpfungskette des Weinsektors bedroht ist.</p>
<p>Rico Basson, Geschäftsführer des Weinbauverband, ist erleichtert über die Öffnungen: &#8222;Die Ermöglichung des Weinverkaufs für den Heimkonsum von Montag bis Donnerstag sowie die Erlaubnis, dass in Restaurants und Verkostungsräumen auf den Weingütern zu regulären Öffnungszeiten wieder Wein ausgeschenkt werden darf, kam in der allerletzten Minute. Dies gibt den Unternehmen wieder Luft zum Atmen.&#8220; Der unmittelbar Cash-Flow schafft Erleichterung – insbesondere kurz vor der Ernte, wenn  Trauben und Erntehelferinnen und -helfer bezahlt werden müssen. Man ist sich dennoch im Klaren, dass eine lange  herausfordernde Zeit folgen wird, um die Betriebe in die ökonomische Gewinnzonen zu führen. Basson traurig: &#8222;Leider kam dieses Signal für zahlreiche Betriebe  zu spät.&#8220;</p>
<p>Vinpro wird weiter mit Hochdruck daran arbeiten, dem Weinsektor zu einer verbesserten ökonomischen Nachhaltigkeit zu verhelfen. Basson: &#8222;Wir müssen vor allem sicherstellen, dass unsere Branche nicht wieder landesweit wie ein Lichtschalter von der Regierung ein- und ausgeschaltet wird, ungeachtet der unterschiedlichen Covid-19-Situationen in den jeweiligen Provinzen.&#8220; An dem am 27. Januar 2021 vor dem Hohen Gericht in Kapstadt eingereichten Gerichtsantrag will der Verband weiter festhalten. Ziel ist es, eine Befugnis zu erwirken, die dem Premierminister des Westkaps ermöglicht, regional gesetzliche Abweichungen zu beschließen, um z.B. den Alkholverkauf zu ermöglichen. Letztendlich werden ähnliche Erleichterungen für die anderen Provinzen angestrebt.</p>
<p>Basson betont, dass man weiter eng mit der Regierung kooperieren wird und erläutert: &#8222;Covid-19 bleibt eine ernste Realität, die das Leben und den Lebensunterhalt unserer Bevölkerung gefährdet. Wir als Weinbranche haben uns verpflichtet, proaktiv vorbeugende Maßnahmen von der Farm bis zum Einzelhandel zu ergreifen, um Mitarbeiter, Verbraucher und die breitere Weinwirtschaft zu schützen. Gleichzeitig werden wir uns weiterhin an den Diskussionen um einen risikoangepassten Ansatz beteiligen, um die Wirtschaft weiter zu öffnen und sicherzustellen, dass sie offen bleibt&#8220;.</p>
<p>Vinpro setzt sich weiterhin für den Abschluss eines Sozialpaktes ein, der andere Alkoholbranchen, die Regierung und die Zivilgesellschaft einbezieht, um gemeinsam nachhaltigere Lösungen für die sozialen Probleme rund um den Alkoholmissbrauch zu finden und das Verhalten langfristig zu ändern. &#8222;Vinpro und unsere Mitglieder bemühen sich um den verantwortungsvollen Anbau, die Produktion, die Vermarktung, den Verkauf und den Konsum unserer Weine, für die wir weltweit Anerkennung erhalten haben&#8220;, sagt Basson, &#8222;wir werden uns auch weiterhin an die Regierung wenden und um finanzielle Unterstützung bitten, um die Lebensgrundlage unserer 533 Weingüter, 2 778 Weinbauern und 269 000 Beschäftigten in der Weinbranche und im Weintourismus zu schützen.&#8220;</p>
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		<title>Presseinfo: 20 Jahre Demokratie &#8211; Südafrikas Weinwirtschaft im Wandel</title>
		<link>https://suedafrika-wein.de/20-jahre-demokratie-suedafrikas-weinwirtschaft-im-wandel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Sep 2014 09:55:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseinformationen]]></category>
		<category><![CDATA[20 Jahre Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Südafrikas Weinwirtschaft feiert in diesem Jahr 20 Jahre Demokratie. Im April 1994 wurde die Regierung demokratisch gewählt und Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes ernannt. Dieser politische Systemwechsel brachte den Südafrikanern eine der modernsten Verfassungen der Welt und war für viele Menschen ein chancenreicher Neustart. Auch die Weinwirtschaft profitierte im erheblichen Maß von</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://suedafrika-wein.de/20-jahre-demokratie-suedafrikas-weinwirtschaft-im-wandel/">Presseinfo: 20 Jahre Demokratie &#8211; Südafrikas Weinwirtschaft im Wandel</a> erschien zuerst auf <a href="https://suedafrika-wein.de">Südafrika-Weininformation</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Südafrikas Weinwirtschaft feiert in diesem Jahr 20 Jahre Demokratie. Im April 1994 wurde die Regierung demokratisch gewählt und Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes ernannt. Dieser politische Systemwechsel brachte den Südafrikanern eine der modernsten Verfassungen der Welt und war für viele Menschen ein chancenreicher Neustart. Auch die Weinwirtschaft profitierte im erheblichen Maß von dem politischen Wandel und schrieb eine beachtliche Erfolgsgeschichte.<span id="more-5592"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor knapp 30 Jahren litt der Weinsektor in der Kapregion erheblich unter den internationalen Sanktionen, die in den 1980er-Jahren über das südafrikanische Regime verhängt wurden. Die Weinwirtschaft Südafrikas selbst unterlag damals zusätzlich den Kontrollen der KWV (<em>Koöperatieve Wijnbouwers Vereniging</em>). Überwacht wurden alle Neuanpflanzungen, ebenso reguliert waren die Ertragsmengen und die Mindestpreise für Trauben und Weine. Rund 95 Prozent der Kapwinzer waren damals Mitglied der KWV, die einen Marktanteil von über 80 Prozent hatte und auch den Export dominierte. Exportiert wurden 1995 knapp 70 Millionen Liter Wein in knapp 40 Länder (SAWIS, 1996). 20 Jahre später vermeldet der Informationsdienst der südafrikanischen Weinwirtschaft (SAWIS) für 2013 ein Exportrekord von 526 Millionen Litern, die in knapp 140 Ländern weltweit exportiert wurden (SAWIS, Dez. 2013, YTD).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1994 Aufbruchstimmung in der Weinwirtschaft </strong></p>
<p>Als Nelson Mandela 1994 zum Präsident des Landes gewählt wurde, begann auch für die Akteure der Weinwirtschaft eine neue Ära. Die internationalen Märkte öffneten ihre Tore und das öffentliche Interesse an Südafrika wuchs. Die Weinerzeuger begannen, ihre Weinwirtschaft zu modernisieren. Die KWV wurde 1997 aus ihrer Kontrollfunktion entlassen und in eine private GmbH umgewandelt. Die Zahl der privaten Weinerzeuger stieg im Laufe der Jahre von 105 (1996) auf über 500 in 2012. Die Jahresproduktion betrug 1995 rund 554 Millionen Litern Wein; heute liegt die durchschnittliche Jahresproduktion bei etwa 870 Millionen Litern (SAWIS, 2013).</p>
<p>Südafrikas Winzer und Kellermeister war es möglich ab 1994 die Welt zu bereisen, um von ihren Kollegen zu lernen und um ihre neuen Erkenntnisse in den heimischen Weinregionen zu verwirklichen. Die Weinbauern ersetzten viruskranke Weinberge durch gesunde Rebsetzlinge. Sie pflanzten bevorzugt international renommierte Rebsorten und wählten die optimalen Klone entsprechend der Standortbedingungen. Bevorzugt wurden Rotweine wie z. B. Cabernet Sauvignon, Shiraz, Merlot und Pinotage ausgebaut. Die Dominanz der weißen Rebsorten in der Kapregion hat sich seit 1995 nivelliert und ist von knapp 83 Prozent auf 55 Prozent in 2012 gesunken. Neu in die Kapregion kam der Chardonnay und vermehrt angebaut wurde Sauvignon Blanc. Der Chenin Blanc, der einst einen prozentualen Anteil von 28,5 Prozent an der Gesamtrebfläche innehatte, wurde im Laufe der Jahre auf 18 Prozent reduziert. Gestiegen ist jedoch die Wertschätzung für den weißen Klassiker, der damals vorwiegend als Massenträger und für die Erzeugung von Brandy produziert wurde. Inzwischen begeistert Chenin Blanc vom Kap mit einer enormen Bandbreite an geschmacklichen Stilrichtungen und braucht den Vergleich mit der Loire nicht zu scheuen. Auch der Blick in die Statistik der zertifizierten Wine-of-Origin-Weine dokumentiert die enorme Qualitätsentwicklung in den Weinregionen Südafrikas. In 1995 wurden 15 Prozent (87 Millionen Liter) als Wine-of-Origin-Weine angemeldet. In 2012 jedoch wurden rund 520 Millionen Liter geschützte Herkunftsweine beim Wine &amp; Spirit Board angemeldet. Das entspricht rund 60 Prozent der gesamten südafrikanischen Weinernte (SAWIS 2013).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Südafrika setzt neue Standards für eine nachhaltige Weinerzeugung</strong></p>
<p>Gewandelt hat sich in den letzten Jahren auch das Verständnis, was einen zukunftsorientierten Qualitätsweinbau auszeichnet. Für die Südafrikaner ist die Definition von Weinqualität inzwischen weiter gefasst, als lediglich sensorische und analytische Kriterien zu erfüllen. Dank der weltweiten und wachsenden Anerkennung entwickelten die Winzer auch ein stärkeres Bewusstsein für die Besonderheiten ihres Klimas, der Vielfalt der Böden und die Reichhaltigkeit der Flora und Fauna, als unwiederbringliche Ressource für die Erzeugung hochwertiger Weine. Die mit dem wirtschaftlichen Aufschwung verbundene Bedrohung, durch die Intensivierung der Landwirtschaft und Urbanisierung die mannigfaltige Biodiversität zu verlieren, führte zur Gründung der <em>Wine &amp; Biodiversity Initiative (BWI)</em> in 2004. Basierend auf freiwilligen Aktionsprogrammen haben Südafrikas Winzer rund 130.800 Hektar ihrer landwirtschaftlichen Flächen unter Naturschutz gestellt und befreien sie von eingeschleppten Pflanzenarten. Somit übersteigt diese Fläche bereits die Ertragsrebfläche von rund 100.000 Hektar und stellt einen klimarelevanten Ausgleich dar.</p>
<p>Den internationalen Durchbruch ihrer Nachhaltigkeitsbewegung erzielten die Südafrikaner in 2010 mit der Einführung einer offiziellen Zertifizierung. Das bereits in 1998 etablierte umweltschonende Weinbauprogramm <em>Integrated Production of Wine</em> (IPW) wurde in Zusammenarbeit mit renommierten Institutionen, wie beispielsweise der internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV), zu einem der modernsten Standards für eine nachhaltige Weinerzeugung weiterentwickelt. Die zu erfüllenden Kriterien betreffen nicht nur umweltschonende Pflanzenschutzmaßnahmen, sondern auch ein ressourcenschonendes Wassermanagement sowie die Erfassung der CO<sub>2</sub>-Emissonen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Zukunft: Soziale und faire Weine</strong></p>
<p>Mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für die Arbeiter und Familien auf den Weinfarmen zukunftsorientiert zu verbessern, wurde 2002 die <em>Wine Industry Ethical Trade Association (WIETA)</em> gegründet. Der tief greifende Multi-Stakeholder-Dialog zwischen den unterschiedlichsten Interessensgruppen bestehend aus Erzeugern und Gewerkschaften mündete 2012 im weltweit ersten Standard für eine faire Weinerzeugung. Die Besonderheit dieses Standards sind jedoch die Audits der Betriebe oder die Verleihung eines Siegels, sondern es sind vor allem die Ausbildungen und die Beratung, die den Verbesserungsprozess auf den Farmen letztlich ermöglichen. Linda Lipparoni, Geschäftsführerin der WIETA, verweist bei der Frage nach den Kriterien auf die moderne Verfassung Südafrikas, die sich in der Sozialgesetzgebung an den internationalen <em>Fair Labour Laws</em> orientiert: „Was wir hier in Südafrika dringend brauchen, sind nicht Gesetze, sondern Aufklärung und Fortbildung sowie Kontrollen vor Ort in den Betrieben.“</p>
<p>Auf der diesjährigen ProWein, der internationalen Fachmesse für Wein und Spirituosen in Düsseldorf konnten bereits rund 83 von WIETA zertifizierte Weine verkostet werden. Somit werden fair zertifizierte WIETA-Weine demnächst auch in den Sortimenten des deutschen Weinfachhandels zu finden sein. Doch faire Weinerzeugung ist für Südafrikas Weinerzeuger auch kein unbeschriebenes Blatt; der größte Anteil internationaler Fairtrade-Weine stammt bereits aus Südafrika.</p>
<p>Mit Blick auf die zukünftigen Chancen Südafrikas im internationalen Weinhandel verweist Siobhan Thompson, Geschäftsführerin der Exportorganisation <em>Wines of South Africa</em>, auf die werthaltigen Zusatznutzen die Südafrikas Lieferanten bieten: „Wir garantieren eine lückenlose Rückverfolgbarkeit vom Rebstock bis zur Flasche. Bis 2015 wollen wir erreicht haben, dass alle exportierten Weine auch sozial zertifiziert sind.“ Vorgesehen ist dabei auch, dass bei beiden Zertifizierungen <em>Integrity &amp; Sustainability</em> durch das Wine &amp; Spirit Board und <em>Fair-labour</em> <em>practice </em>von der WIETA in einem gemeinsamen Nachhaltigkeitssiegel verschmelzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Enjoy the journey – WOSA launcht Videoserie zum 20-jährigen Jubiläum</strong></p>
<p>Dass die nachhaltigen Exporterfolge und der wirtschaftliche Aufschwung in der südafrikanischen Weinwirtschaft vielen Akteuren zu verdanken ist, ist den Südafrikanern sehr wohl bewusst. Inzwischen sind im Weinsektor 350.000 Menschen beschäftigt. Die Wirtschaftlichkeit zu erhalten und die sozialen Rahmenbedingungen stetig zu verbessern ist das erklärte Ziel der Verantwortlichen in der Kapregion. Dass der Weinsektor für viele ehemals benachteiligten Bevölkerungsschichten große Chancen bietet eine neue Aufgabe zu finden, dokumentiert die WOSA mit der Videoserie „Enjoy the journey“. Acht Protagonisten erzählen in den 2-3-minütigen Kurzfilmen, auf eine sehr persönliche und emotionale Weise, wie sie ihren Platz in der Weinwirtschaft gefunden und ihre Chance ergriffen haben.</p>
<p>Siobhan Thompson, Geschäftsführerin der WOSA, betont die Wichtigkeit der Strahlkraft von guten Vorbildern, die sich nicht als Opfer fühlen, sondern selbstbewusst ihren Weg gehen. Selbstverständlich sind weitere Investitionen in Ausbildung und Infrastruktur sowie der Erhalt von Arbeitsplätzen wichtige Treiber für den Gleichstellungsprozess innerhalb der Weinwirtschaft. Somit rücken aus ihrer Sicht in Zukunft auch die Wertschöpfung und die ökonomische Nachhaltigkeit stärker in den Fokus der Strategie der südafrikanischen Exporteure.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Südafrikas Beliebtheit als Urlaubsdestination steigt</strong></p>
<p>Ein wichtiger Bereich, um die Werthaltigkeit der südafrikanischen Weinwirtschaft zu stärken, ist der Ausbau des Weintourismus. Mit dem Aufschwung der Qualitätsweinerzeugung in den Kapregionen begann auch die Expansion des Weintourismus. Seit der Gründung der ersten Weinstraße, der Stellenbosch Wine Route in 1971, ist die Zahl auf 18 angestiegen. Die Besucher erwartet in den nahegelegenen Weinbauregionen rund um Kapstadt eine hervorragende Infrastruktur, um sich zu erholen und das Weinland zu genießen. Vom Luxushotel bis zum behaglichen Gästehaus, vom Nobelrestaurant bis zum familiären Picknick in prächtigen Gartenanlagen, Weinsafaris und Weinwanderungen und einladende Verkostungsräumlichkeiten – Südafrika gewinnt nicht nur durch sein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis sondern vor allem durch die herzliche und gewinnende Gastfreundschaft der Menschen.</p>
<p>Der Tourismussektor ist eine weitere Erfolgsgeschichte des Landes und bietet auch für den Weinsektor attraktives Potenzial begeisterte Kunden in aller Welt zu gewinnen. Nach Angaben der <em>South African Tourism (SAT)</em> besuchten 1994 jährlich rund 3,6 Millionen Besucher das Land, davon rund 105.000 Deutsche. Ende 2012 waren es insgesamt 9,18 Millionen. Für die Südafrikaner ist Deutschland mit jährlichen Zuwachsraten von 13–15 Prozent Südafrikas drittwichtigster Tourismusmarkt, nach Großbritannien und den USA (SAT, 2014). Die wachsende Nachfrage der deutschen Urlauber bestätigt auch die südafrikanische Airline <em>South African Airways (SAA)</em> und erhöhte im Januar 2014 die Flugkapazität von München nach Johannisburg um 25 Prozent (SAA, 2014).</p>
<p>Siobhan Thompson bestätigt die hohe Bedeutung des Weintourismus für den südafrikanischen Weinexport und für Sicherung der Arbeitsplätze im Western Cape. Thompson ist überzeugt, dass durch Südafrikas Gastfreundschaft starke emotionale Bindungen geknüpft werden, die den Weinabsatz weltweit fördern. In der Stärkung der Kommunikation mit den Konsumenten in den jeweiligen Märkten Siobhan Thompson stärken: „Wir haben vieles zu sagen. Es liegt an uns, dies öffentlichwirksam zu erzählen und die modernen Medien strategisch zu nutzen!&#8220;.</p>
<p>Der Marketingfokus der WOSA liegt weiterhin auf den bisherigen Hauptmärkten Großbritannien, Deutschland, Schweden und Holland. Vielversprechendes Wachstum sehen die Exporteure vor allem in den USA, Kanada, Russland und Asien. Thompson weiter: „Wir sind uns der hohen Bedeutung unserer traditionellen europäischen Absatzmärkte bewusst. Vor allem Deutschland ist für uns ein wichtiger Markt, der in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gewachsen ist. Auch aufgrund der steigenden Zahl deutscher Urlauber und der engen wirtschaftlichen Verbindungen unsere Länder, genießen unsere Weine hierzulande eine hohe Beliebtheit, die wir weiterhin stärken wollen.“</p>
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<p><strong>Pressekontakt: </strong></p>
<p>Petra Mayer, Christine Hill<br />
WOSA Germany / Südafrika Weininformation<br />
Fremersbergstraße 29<br />
76530 Baden-Baden</p>
<p>Tel.: 07221 – 396 32 30<br />
E-Mail: <a href="info@suedafrika-wein.de">info@suedafrika-wein.de</a></p>
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