Fünf weitere Weinfarmen sind in das Programm Conservation Champions des WWF South Africa aufgenommen worden. In den letzten sechs Monaten neu dazugekommen sind:

Was das Programm verlangt

Die Aufnahme ist an klare Bedingungen geknüpft. Die Betriebe müssen im Umweltprogramm Integrated Production of Wine (IPW) bei einer unabhängigen Prüfung mindestens 70 Prozent erreichen. Sie ermitteln ihren CO₂-Fußabdruck und müssen besonderes Engagement beim Schutz von Wasser, Energie oder Artenvielfalt nachweisen.

Gemeinsam mit dem WWF erarbeitet jeder Betrieb einen Umweltmanagementplan mit Karten und konkreten Zielen. Der Plan wird jedes Jahr überprüft. Der WWF hilft dabei, Maßnahmen nach den dringendsten Umweltrisiken zu ordnen. Eine unterzeichnete Vereinbarung regelt die Zusammenarbeit.

Die aktuelle Liste der Conservation Champions veröffentlicht der WWF auf seiner Website.

Das Logo mit Zuckervogel und Protea

Conservation Champions dürfen das Logo des Programms mit Zuckervogel und Protea auf ihren Weinen führen. Für die Verwendung gelten die Richtlinien des WWF.

Mooiplaas: eine lange Verbindung

Unter den neuen Mitgliedern arbeitet Mooiplaas schon am längsten mit dem WWF zusammen. Der Betrieb gehörte Anfang der 2000er-Jahre zu den ersten, die sich der Biodiversity and Wine Initiative (BWI) anschlossen. Damals dehnte sich der Weinbau rasch in stark gefährdete Lebensräume aus. Die BWI brachte Naturschutz und Weinbau zusammen, um die Artenvielfalt im Cape Floral Kingdom zu schützen, das fast das gesamte Weinbaugebiet umfasst. Die damals erarbeiteten Grundregeln sind heute Teil von IPW. Besonders engagierte Betriebe betreut der WWF seitdem weiter im Programm Conservation Champions.

Shelly Fuller, Leiterin des Programms beim WWF, freut sich über die Neuzugänge: „Unsere Conservation Champions zeigen, dass fortschrittliche Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen können.“

Natur zum Erleben

Für viele dieser Betriebe waren die Pandemiejahre wirtschaftlich schwer. In Südafrika war der Verkauf von Alkohol ab März 2020 insgesamt mehr als 20 Wochen lang verboten. Die Schutzflächen der Champion-Farmen bieten aber viel Raum für Aktivitäten im Freien: Mountainbiken, Wandern, Picknicks und Restaurants unter freiem Himmel. Dabei lernen Besucher die besondere Pflanzen- und Tierwelt des Kaps kennen.

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Foto: Journey’s End Vineyards, Somerset West